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Ich las: Swetlane Alexijewitsch: Secondhand-Zeit

Leben auf den Trümmern des Sozialismus

Auf der vierten Umschlagseite heißt es:

"Geboren in der UdSSR - das ist eine Diagnose"

"Wer das Russland von heute verstehen will, muss dies Buch lesen. Swetlana Alexijewitsch formt aus den erschütterenden Erfahrungen von Menschen, die zwischen Neuanfang und Nostalgie schwanken, den Lebensroman einer noch nicht vergangenen Epoche."

Ich las das Buch, weil ich mich seit jeher für Russlands Geschichte interessierte. Insbesondere schätzte ich die russischen Dissidenten und erst Recht Solschenizyn und Kopelew. Allerdings entging mir dadurch das Trommelfeuer der innerrusischen Propaganda, denen die Bevölkerung seit Jahrzehnten ausgesetzt war. Mit Sicherheit lullte sie Menschen dort nicht minder so nachhaltig ein, wie es die Goebbel`sche in Deutschland tat.
Mit solchem Vorwissen angefüllt begann ich mit der Lektüre.

Nach den ersten 100 Seiten dämmerte es mir endlich, dass die Mehrheit der von der Autorin befragten Personen von den letzten 25 Jahren stark geprägt war, also von der Gorbatschow-Zeit, dem Umsturzversuch und der Jelzin-Jahre und was ihnen folgte.
Die geschilderten Schicksale der Menschen, einschließlich der der Opfer und Täter der Stalin-Zeit, waren so trostlos-erschütternd, dass ich nach knapp 400 Seiten vorzeitig mit dem Lesen aufhörte; ich konnte das Elend nicht mehr ertragen.
Putins Gefolgsleute sowie Oligarchen und andere erfolgreiche Kapitalisten kamen nicht zu Wort. Aber doch recht viele "Patrioten" die sich nach dem Glanz des sowjetischen Imperiums zurück sehnten.

Wer Menschen unserer Tage und aus unserer Umgebung erschrecken möchte, sollte ihnen dieses Buch schenken.
4.11.15 17:04
 
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