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Ich las: Peter Wohlleben: Das Geheimnis der Bäume

Was sie fühlen, wie sie kommunizieren, die Entdeckung einer verborgenen Welt

Auf der vierten Umschlagseite heißt es:
"Im Wald geschehen die erstaunlichsten Dinge: Bäume kommunizieren miteinander. Sie umsorgen nicht nur liebevoll ihren Nachwuchs, sondern pflegen auch alte und kranke Nachbarn. Bäume haben Empfindungen, Gefühle, ein Gedächtnis. Unglaublich aber wahr!"

"Der Förster Peter Wohlleben bringt Licht ins Dickicht der Wälder und gewährt überraschende Einblicke in ein geheimnisvolles Universum: In faszinierenden Geschichten über die ungeahnten Fähigkeiten der Bäume berücksichtigt er die neuesten wissenschaftlichen Erkenntisse ebenso wie seine eigenen Erfahrungen.
Eine Liebeserklärung an den Wald."

Ich und meine Frau lernten den Autor vor Jahren kennen, hörten Geschichten über nachwachsende Bäume und ihre Eltern, als wir in seinem Hümmel-Buchenwald einen Baum aussuchten, um danach die Pacht für 10 Urnenplätze zu bezahlen, die uns urkundlich nun für 99 Jahre gehören.
Natürlich kauften wir auch seine beiden Bücher; das vorliegende bescherte mir viele neue Sichtweisen, so dass ich dem Wald fast personale Eigenschaftten zugestanden hätte. Diesen Eindruck hatte anscheinend auch der Werbe-Texter, der im ersten Absatz in sprachlichem Überschwang den Bäumen Liebesfähigkeiten attestierte.
Immerhin: künftig werde ich den Bäumen nicht nur im Wald mit größerem Respekt begegnen als zuvor.
4.2.16 16:42


Ich las: Hamed Abdel-Samad: Mohamed

Eine Abrechnung

Auf der vierten Umschlagseite heißt es:
"Die islamische Welt krankt an der kritiklosen Verehrung Mohameds.
Islamistischer Fundamentalismus und Intoleranz sind eine Folge der Überhöhung von Koran und Mohamed. Erst wenn Muslime es wagen, Mohameds Unantastbarkeit in Frage zu stellen und ihn Mensch werden zu lassen, beginnt eine Reform des Denkens. Erst wenn sie Mohamed als den schwierigen, widersprüchlichen, wohl auch kranken Menschen sehen, der er war.
Hamed Abdel-Samad wird mit scharfem, schonungslosen Blick der historischen Figur Mohamed gerecht und dem "Propheten", der sein Leben über viele Jahre bestimmt hat."

Als ich Kind und Jugendlicher war, lernte ich etwas vom Islam durch Karl May kennen, der als Kara Ben Nemsi Effendi den Bekehrungsversuchen seines Dieners und Freundes Hadschi Halef Omar ausgesetzt war.
Als Erwachsener kaufte ich den Koran und begann ihn zu lesen. Doch da ich die Sprache Luthers gewohnt war, fand ich die des Korans zu blumig und in den Aussagen zu ungenau. Ich gab die Lektüre recht bald auf.
Die Ereignisse in der islamischen Welt in den vergangenen Jahren haben mich ermuntert, die Bücher von Hamed Abdel-Samad zu lesen. In "Mohamed" unternimmt er es, die Entstehung des Koran mit den Lebensumständen des "Propheten" zu verknüpfen. Von dessen "Heiligkeit" kann demnach keine Rede sein, und wie er seine Botschaft erst mit Worten in Mekka und dann in Medina mit dem Schwert verkündet, läßt den Leser grausen. Und wie dieser Mensch behaupten kann, er sei - nach Jesus - der letzte von Gott gesandte Prophet, der das Gebot Jesu "Liebet Eure Feinde, tut wohl denen die Euch hassen" neu interpretiert, nämlich: schlagt ihnen die Köpfe ab! kommt dann nicht ungern zu dem Schluß, den der Autor anbietet: Die Ursprünge des Islam und seines Propheten waren Vorbild für den Ursprung der Mafia und seiner Paten. Der Autor weiß das gut zu begründen.
Nun gut, einen Christen haut diese Schlußfolgerung nicht aus den Schuhen, ziemlich sicher aber den Moslem. Ob der es wagt, dieses Buch zu lesen und den Inhalt zu bedenken?
23.1.16 18:55


Ich las: Hamad Abdel-Samad: Der Untergang der islamischen Welt

Eine Prognose

Auf der 4. Umschlagseite heißt es:

"Hamad Abdel-Samad ist eines der Gesichter der Revolution: als Interviewpartner von ARD und ZDF, als Zeitzeuge und als Sympathisant von Menschen, die sich nicht länger mit Armut, Unterdrückung und Gewalt abfinden wollen." (SWR)

"Abdel-Samads Prognose ist düster. Wenn sich die islamische Welt nicht reformiert, droht ihr der Zerfall, schafft sie sich ab. Nach dem Erdöl wird sich niemand mehr für sie interessieren, es sei denn, sie fände einen eignenen Weg aus selbstverschuldeter Schwäche. (FAZ)

"Radikal und schonungslos benennt er die Probleme, an denen die islamische Welt leidet." (Deutschlandradio Kultur)

Das Buch erschien 2010 bei Droemer. Wie der Autor seine Prognose begründet erschien mir nachvollziehbar. Die Konsequenzen schildert er auf der vorletzten Seite seines Textes:

"Denn der Untergang der islamischen Welt bedeutet, dass die Mirgrationswelllen Richtung Europa zunehmen. Entweder wird man den Neuzugewanderten die Pforten öffnen müssen oder sie im Mittlmeer ertrinken lassen. Europa ist dem in beiden Fällen weder moralisch noch wirtschaftlich gewachsen. Junge Muslime, die vor Armut und Terrorismus fliehen, werden auch die Konflikte ihrer Heimatländer mit nach Eutopa tragen. Europa stellt für sie zwar eine Hoffnung in der Krise dar, doch befreien können sie sich trotzdem nicht von ihren alten Feindbildern. Sie werden in einen Kontinent einwandern, den sie innerlich verachten und für ihr Misere verantworlich machen. Weder die staatlichen Institutionen noch die hier alteingesessenen muslimischen Einwanderer können ihnen helfen, sich einzugliedern. Die privatisierte Gewalt, die im Zuge des Untergangs ihrer Staaten entstanden ist, wird sich somit nach Europa auslagern...."

Wenn ich an die Flüchtlinge der letzten Monate aus den muslimischen Staaten denke, scheint der Autor die Situation in diesen Ländern richtig zu sehen. Und was auf uns Europäer zukommt ebenfalls.
14.1.16 17:56


Ich las: Swetlane Alexijewitsch: Secondhand-Zeit

Leben auf den Trümmern des Sozialismus

Auf der vierten Umschlagseite heißt es:

"Geboren in der UdSSR - das ist eine Diagnose"

"Wer das Russland von heute verstehen will, muss dies Buch lesen. Swetlana Alexijewitsch formt aus den erschütterenden Erfahrungen von Menschen, die zwischen Neuanfang und Nostalgie schwanken, den Lebensroman einer noch nicht vergangenen Epoche."

Ich las das Buch, weil ich mich seit jeher für Russlands Geschichte interessierte. Insbesondere schätzte ich die russischen Dissidenten und erst Recht Solschenizyn und Kopelew. Allerdings entging mir dadurch das Trommelfeuer der innerrusischen Propaganda, denen die Bevölkerung seit Jahrzehnten ausgesetzt war. Mit Sicherheit lullte sie Menschen dort nicht minder so nachhaltig ein, wie es die Goebbel`sche in Deutschland tat.
Mit solchem Vorwissen angefüllt begann ich mit der Lektüre.

Nach den ersten 100 Seiten dämmerte es mir endlich, dass die Mehrheit der von der Autorin befragten Personen von den letzten 25 Jahren stark geprägt war, also von der Gorbatschow-Zeit, dem Umsturzversuch und der Jelzin-Jahre und was ihnen folgte.
Die geschilderten Schicksale der Menschen, einschließlich der der Opfer und Täter der Stalin-Zeit, waren so trostlos-erschütternd, dass ich nach knapp 400 Seiten vorzeitig mit dem Lesen aufhörte; ich konnte das Elend nicht mehr ertragen.
Putins Gefolgsleute sowie Oligarchen und andere erfolgreiche Kapitalisten kamen nicht zu Wort. Aber doch recht viele "Patrioten" die sich nach dem Glanz des sowjetischen Imperiums zurück sehnten.

Wer Menschen unserer Tage und aus unserer Umgebung erschrecken möchte, sollte ihnen dieses Buch schenken.
4.11.15 17:04


Ich las: Michael Maurer: Geschichte Irlands

Reclam hat dieses Sachbuch veröffentlicht.
Auf der vierten Umschlagseite heißt es:
"...wird ein weiterer Band der Reihe von Nationalgeschichten ...vorgelegt. An dem bewährten Aufbau wurde nichts geändert: Jedes der Hauptkapitel wird durch einen knappen Epochenüberblick eingeleitet. Die sich anschließende Darstellung ist in überschaubare Abschnitte untergliedert, die jeweils durch eine chronologische Tabelle eröffnet werden. Diagramme und politische Karten sind in den Band eingestreut. Ein Buch für den Fachmann wie für den interssierten Laien."

Die Verbindung zu einem sehr sympathischen Iren hatte mein Intersse für die Geschichte seines Landes zur Folge. Was ich davon bereits wusste, beschränkte sich auf den Konflikt in Nordirland, wo sich Protestanten und Katholiken spinnefeind zu sein schienen und sich gelegentlich die Köpfe einschlugen. Oftmals unter schießfreudiger Beteiligung des "Ursopators" England. Das restliche (südliche) Irland konnte erst 1922 zum Staat "Republik Irland" werden.

Das Buch im Postkartenformat (DIN A 6) breitet die Geschiche auf 331 Seiten aus. Was sich mir eingeprägt hat, betrifft die gewaltsame Landnahme durch England über die Jahrhunderte hinweg, die Unterdrückung der keltischen Kultur und seines Rechtswesens und schließlich den immerwährenden Streit der (englischen) Protestanten mit den (irischen) Katholiken seit dem 16.Jahrhundert. Die Zugehörigkeit der Iren zur katholischen Kirche grenzte die Iren einerseits von den Protestanten und andererseits von England ab, so dass man durchaus sagen kann, die Kirche habe zur Nationbildung erheblich beigetragen.
Dies erinnerte mich an Polen, wo die katholische Kirche Sprache und Kultur dse Landes bewahrt und gepflegt hat durch alle Teilungen des Landes hindurch.

In Irland wurde der Katholizismus schließlich sogar Staatsreligion mit Verfassungsrang und verband damit insbesondere die Morallehre der Kirche mit dem Rechtswesen des Landes. Das begann sich zu ändern, als die Mißbräuche Jugendlicher durch Priester und Ordensleute bekannt wurden. Ihre Glaubwürdigtkeit ist dahin.

Ein Staat nach westeuropäischem Verständnis wurde das Land erst durch den Beitritt zur EU. Weil es bis dahin fast nur argrarisch strukturiert war, erhielt es aus Brüssel große Beträge, die mit halfen, aus Irland den "keltischen Tiger" zu machen.

Die heutigen Schwierigkeiten resultieren aus der hohen Verschuldung ihrer Banken, die der Staat übernahm, um den Bankensektor zu retten. Dies führte dazu, dass die europäischen Partnerländer einen großen Rettungsschirm aufspannen mussten. Eine längere Weile wird nun der "keltische Tiger" mit schmalerer Kost auskommen müssen.
19.10.15 19:37


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